Von der Liebe aller Kölsche Minsche

De Heimat – Gedicht von Peter Berchem

„Un wor Ding Heimat noch esu ärm,
Dien Eldernhuus och klein un nidder,
Wie schleiht Dien Hätz esu fruh, su wärm,
Süühs Do se spääder noch ens widder!

Ding ganze Kindersilligkeit,
Die längs em Schecksal ging verloore,
Op eimol Deer vor Auge steiht
Su fresch wie en de Jugendjohre.

Do sitz noch ens om Mutterschuß,
Do Spills met Dinge Kamerade —
»Sag, weiß Do noch?« frög leev un lus
De Schull, de Kirch, de Gaß, der Gade.

Et pack Dich wie met Zaubermaach,
Als künns Do noch ens jungk hee wäde:
Dä Ood, wo Do als Kind gelaach,
Eß doch der schönsten op der Ääde!“

Quelle: Jlobal Kölsche Sigge

8 Gedanken zu „Von der Liebe aller Kölsche Minsche

  1. Liebe M a r i o n,
    so schön kann man (Frau) eine Hymne nur an seine Heimatstadt überbringen. Ich weiß zwar, das Du h i e r nicht geboren wurdest, aber wer hier nicht heraushört, wo Deine Wurzeln liegen, dem ist nicht zu helfen.
    Verzeih mir bitte, liebe Marion: Deine Zeilen haben bei mir für feuchte Augen gesorgt.Warum ich mich so nach K ö l n am Rhein gezogen fühle, kann ich nicht beschreiben. Wann immer es nur geht, und ich in der Region bin, durchstreife ich den einen oder anderen Stadtteil, egal ob Deutz, Porz, Kalk oder auch am D O M, Alter Markt, Heumarkt usw. Mein bislang schwerster Gang hier in Köln war der Tag, an dem unser Willy Millowitsch zu Grabe getragen wurde. Ich gehörte zu der Ehrenformation der unzähligen Karnevals-kameraden (hier „Rheintreue“ Göttingen), die ein letztes Mal die Fahnen an seinem Sarg senkte. Meine Familie und ich sind noch heute mit seinem Sohn Harry Klein, einem bekannten Kölschen Jung, eng befreundet.
    Liebe Marion, in diesem Sinne: Mach weiter so! In meinem Herz ist immer noch ein Stückchen K ö l n am R h i n g !
    GGVLG – Dein F a n und hoffentlich auch Freund
    Wolfgang – Günter A l b r e c h t / Göttingen

    • Lieber Wolfgang,

      ich danke dir ganz herzlich für deine schönen Worte. Du hast aus deinem Herzen gesprochen und das hat mich sehr berührt. Köln ist viel mehr als nur Stadt eine Lebensart, ist noch viel mehr als das ein Gefühl. Und dieses Gefühl heißt Liebe.

      In keiner anderen Stadt finden sich so viele „Herzensmenschen“. Menschen, zu denen du und ich auch gehören. Menschen, die den anderen mit offenen Armen und noch viel mehr mit offenem Herzen begegnen. Ich freue mich sehr, dass ich dir so aus der Ferne mit meinen Postings und netten kölschen Geschichten ein Stückchen meiner Heimat schenken kann.

      Weißt du, wir Herzensmenschen leben in der Welt der Emotionen. Für manch andere gar nicht wirklich nachzuvollziehen. Und so genießen wir die großen, überschäumenden Freuden unsere Kölschen Art und den lustigen Karneval so intensiv, wie wir auch Berührung des Herzens mit der Traurigkeit erleben, wenn wir einen Menschen, den wir lieben oder ehren, zu Grabe tragen. Und auch das gehört zu der Welt der emotional geprägten Menschen, eben den Menschen, die aus dem Herzen heraus leben.

      So lasse ruhig und im stillen Gedenken diese liebevolle Erinnerung an einen unserer großen kölschen Persönlichkeiten, unseren Willy Millowitsch, in deinem Herzen zu. Es ist ein Schmerz der Vergangenheit einer berührenden Erfahrung und sie gehört genauso zu deinem Leben, wie die Freude, wenn du unsere schönen und fröhlichen Kölschen Tön hörst.

      Jo, und genau damit möchte ich dich jetzt wieder in die Freude bringen. Morgen Abend singe ich bei der Schlagerparty NRW. Das erste Lied, das ich singe, widme ich dir und deiner Verbundenheit zu unserer schönen kölschen Heimat. Wenn ich es singe, werde ich ganz fest an dich denken! Hier ist der Link zu diesem zauberhaften Lied von den Höhnern:

      Hey Kölle, du bes e Jeföhl http://www.youtube.com/watch?v=ylyC0XrD7fs

      Zwei kleine Anmerkungen noch zur Klarstellung. Das Gedicht ist nicht von mir, sondern von Peter Berchem. Aber ich habe es ausgesucht, weil es mich genauso berührt hat, wie dich.

      Schmunzel … kannst du auch nicht wissen: ich wohne in Hürth, mein „Geburtsstädtchen“ gehört zum engsten Kölner Umland, ich wohne 5 Minuten von der Stadtgrenze zu Köln entfernt. Da ist es ganz natürlich, dass sich in meinem Herzen die Mentalität des „Kölsch Mädche mit Häz und Siel“ und meine innige Liebe zu Köln entwickelt hat.

      Kölsche Herzensgrüße nach Göttingen, lieber Freund
      Marion

      • Liebe Marion,
        Danke vielmal´s für Deinen Link, es hat geklappt.
        Deine Worte waren sehr einfühlsam. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich mit Dir kommuniziere: ich schreibe mal eben ein paar Zeilen „nach Hause.“
        In Anlehnung an einen großen amerikanischen Staatsmann, der 1963 1/2 Jahr vor seiner Ermordung vor dem Deutschen Reichstag sagte: Ich bin ein Berliner ! so binich hier versucht zu sagen: „Ich bin eene Kölsche Jung´“ !!! Obwohl ich waschechter Niedersachse bin. Bis 1980 war Köln für mich nur eine Stadt am Rhein, ich schaute die Rosenmontagszüge, de „Veedelszög´“ usw. an. Seit ich dann in dem Jahr aktiv in den Karneval gerutscht bin, änderte sich das schlagartig. ich lernte viele kölner Vereinskollegen kennen in den Jahren. de „Höhner“ machten Gastspiele in unserer Region. Und hier auf der Waldbühne Northeim (20 KM von GÖ )lernte ich auch Henning KRAUTMACHER persönlich kennen, und wir wurden Freunde. Auf FB sah ich mal ein Foto von Henning mit einer kleinen Tanzmaus auf dem Schoß. Sie war ungefähr so alt wie meine beiden Jüngsten (heute 12 J.) und kontaktierte sie über ihre Eltern. Wir schrieben uns hinund her, und mittlerweile sind die „Rheintreue Göttingen“ und das „Goldene Corps Messel“ (Darmstadt) eng befreundet und wir treffen uns regelmäßig zu Veranstaltungen und Privat, mal Hier, mal Dort. das kann bei soetwas herauskommen und es ist schön so. Und mir wurde vor einiger Zeit aus Österreich geschrieben: Die Deutsche Hauptstadt ist wieder Berlin, aber die Hauptstadt im Karneval ist und bleibt K Ö L N !!!
        So jetzt ist erstmal Schluß, ich sage Tschüß bis bald, schlaf gut und eine tolle neue Woche für Dich.
        Ich Drücke Dich und verbleibe
        herzlichst: Dein Freund Wolfgang
        PS.:
        Am Freitag geht´s wieder für 3 Tage nach Darmstadt !!!
        _____________________________________________

        • Lieber Wolfgang,
          ich habe beschlossen, die Seelennot deiner kölschen Heimatlosigkeit in fernen Göttinger Landen ab sofort und für die Ewigkeit aufzuheben. Ist dir eigentlich klar, dass du mit der Soul DIVA vum Rhing kommunizierst (grins). ICH habe königliches Blut !!! An anderer Stelle in meinem Blog suche ich ja mit Hilfe der Zeitschrift „SCHMALZBLATT VUM RHING“ einen neuen Thron. *smile*

          Also erteile ich dir ab sofort und für die Ewigkeit den ehrenwerten Titel der kölschen Adelsvereinigung „Kölsche Jung vun Häze“. Dass du gebürtiger Niedersachse bist, interessiert keine Bohnenstange mehr (lach). Ab jetzt darfst du dich in Kölle am Rhing beheimatet fühlen. Und wenn die Sehnsucht nach unserer Heimat dich überkommt, mach dein Herzchen auf, singe unsere kölschen Lieder und stelle dir unseren schönen Dom vor Augen vor. Was du DANN fühlst, ist Heimat.

          Jetzt mal ganz ernsthaft, lieber Wolfgang. Die Liebe zu unserer Stadt Colonia vermag alle Grenzen zu überwinden. Also fühle dich wirklich und ganz ehrlich ganz als „Kölsche Jung vun Häze“. Weiß du, der liebe Gott ist doch unser aller Chef. Glaubst du nicht, dem ist ziemlich schnuppe, wo du geboren bist? DEM hast du schließlich dein kölsches Häz zu verdanken !!! Der verteilt das vorgeburtlich ins Seelchen gepflanzt ganz großzügig auch außerhalb der Kölschen Grenzen.;-)

          Ganz herzliche und liebevolle Grüße, mein Freund
          Marion

          • Guten Morgen, liebe MARION,
            Du hast wieder was geschafft, was viele schon vergeblich versucht haben:
            m i c h „sprachlos“ zu machen!
            Es ist mir eine besondere Ehre, von D I R in den „kölschen Adelsstand“ erkoren zu werden. Da ist ein „Ritterschlag“ der Queen > peanuts < dagegen. Dieser Absatz in Deiner letzten E-Mail :
            "Ich erteile Dir ab sofortund für alle Ewigkeit…." wurde von mir direkt ausgedruckt und mit Deinem Foto (von hier) in einem Rahmen in meinem Wohnzimmer / Büro angepinnt. So hast D u jetzt einen Ehrenplatz in Mitten meiner reichlich bestückten Ordenswand.
            Habe mir gerade den Link von Willy mit Elsa angesehen und mich wieder herzlichst amüsiert. Muß Dir allerdings sagen, das ich leider Samstag, 01.09. nicht am Brunnenfest teilnehmen kann, da kurzfristig ein Kommandeursgespräch anberaumt wurde. Aber ich versuche dennoch, das ich es vielleicht in diesem Jahr noch schaffe, Dich eventuell in oder um "Kölle" herum zu treffen. Das ist zur Zeit ein besonderer Herzenswunsch von mir.
            Man(n) trifft nicht oft Menschen, insbesonders Künstler, die trotz Allem bodenständig bleiben und mit ganz viel "Hätzbloot" für ihre Sache und für ihre Fan´s da sind. Darum drücke ich Dir die Daumen, das Dein Name in der Kölner Hirarchie ständig weiter nach oben rutscht, wie es viele andere Künstler und Gruppen schon vor Dir geschafft haben. DU bist "een Mädche´ mit Hätz und Siel"!!
            So und nicht anders mögen und lieben wir Dich. Mach bitte weiter so !!!
            Ich Grüße und umarme Dich herzlich
            Dein Freund Wolfgang aus Göttingen !
            B U S S I !!!
            —————-

          • Ja hoppala!!! Da habe ich ja fast diese schöne Mail von meinem lieben Freund aus Göttingen übersehen! Geht ja gaaar nicht 😉
            Danke lieber Wolfgang, ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich nun in deiner schönen Ordenswand ein Ehrenplätzchen bekleide!
            Hab mal keine Sorge, lieber Freund. Ich werde immer bodenständig bleiben und nicht „abheben“, wenn der Erfolg weiter wächst. Das hat sogar mehrere Gründe.

            Einer ist sicher, dass ich als Kind sozusagen in der Hürther Prominenz groß geworden bin. Mein Vater war der Chef der Hürther Feuerwehr und hat sie nach dem Krieg aufbebaut. Mit einem Leben in der Hürther Öffentlichkeit bin ich also groß geworden. Allseits bekannt als die Tochter vom Willy – schmunzel, mein Papa war sehr beliebt in meinem Heimatstädtchen – und damit stets im Blickpunkt stehend.

            In unserer Familie war es stets ein Selbstverständnis, jeden Menschen zu respektieren und seinen Wert zu schätzen. Ganz egal, was er von Beruf war, woher er kam oder welche Bildung er genießen konnte. Und so begegne ich den Menschen: jedem mit dem Respekt, der ihm und den Herausforderungen seines Lebens gebührt.

            Und ich habe eine „beste Freundin“. Die ist der Knaller, sag ich dir!!! In facebook antwortet sie mir einfach nicht!! Als ich sie fragte warum, meinte sie „Ich habe keinen Bock, dich zu beweihräuchern“. Laaaach, jo, so sind se, meine engsten Freunde, nicht nur die eine 😉 Bodenständig und kernig und „jerad us“ 😉
            Lieben Gruß und Bussi
            Amadea:-)

    • Ja, lieber Paul. Das Gedicht von Peter Berchem ist für mich besonders kostbar, weil es uns Kölsche Minsche auch in einem anderen Licht zeigt. Nicht wie sonst in aller Welt bekannt als die Partyraketen, Stimmungsmacher und Frohnaturen, sondern unsere sanfte, besinnliche und auch nachdenkliche Seite. Mit diesem Gedicht vervollständigt sich für mich der Typus „Kölsche mit Häz und Siel“. Die Berührung der Seele auf kölsche Aat, hier finden wir sie: liebevoll und zärtlich.

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